Vorsorge
Testament & Nachlassregelung
Ein Testament stellt sicher, dass Ihr Nachlass nach Ihren Wünschen geregelt wird. Ohne Testament greift die gesetzliche Erbfolge – die nicht immer dem eigenen Willen entspricht.
Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Bei komplexen Vermögensverhältnissen empfehlen wir ein notarielles Testament oder die Beratung durch einen Fachanwalt für Erbrecht.
Testamentsformen
Eigenhändiges Testament
Vollständig handschriftlich verfasst und unterschrieben. Keine Kosten, aber Formfehler sind häufig. Muss Datum und Unterschrift enthalten.
Notarielles Testament
Vom Notar beurkundet und beim Nachlassgericht hinterlegt. Höhere Kosten, aber rechtssicher und formfehlerfrei.
Berliner Testament
Gemeinschaftliches Testament für Ehepaare: Der überlebende Partner erbt zunächst alles, die Kinder erben nach dem Tod beider Eltern.
Was passiert ohne Testament?
Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge. Das bedeutet:
Ehepartner und Kinder erben gemeinsam – oft nicht im gewünschten Verhältnis.
Unverheiratete Partner erben nichts, egal wie lange die Beziehung bestand.
Ohne Verwandte fällt das gesamte Vermögen an den Staat.
Streit unter Erben ist häufiger, wenn kein klarer letzter Wille vorliegt.
Checkliste: Testament erstellen
Vermögenswerte auflisten (Immobilien, Konten, Versicherungen, Wertgegenstände)
Erben bestimmen und Quoten festlegen
Testamentsvollstrecker benennen (optional, aber empfehlenswert)
Testament handschriftlich oder notariell verfassen
Sicher aufbewahren: Nachlassgericht oder Notar
Vertrauensperson über Existenz und Aufbewahrungsort informieren
Nächster Schritt: Vorsorge-Checkliste
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